»Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.«
(Jean-Jacques Rousseau)

Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ökologie, Umweltethik und Gesellschaft.

Beiträge für: Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Spektrum der Wissenschaft, Psychologie Heute, Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen u.a.

Veröffentlichungen im Deutschen Wissenschaftsverlag sowie im Patmos Verlag.

2016 Gründung von re-visionen.net

 

Mitglied im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV)

Vorträge

INNEN UND AUSSEN

Donnerstag, 11. Mai 2023 |18:40-20:10 Uhr | VHS Essen

Die Welt befindet sich unübersehbar in keinem guten Zustand. Das hat auch mit der Tatsache zu tun, dass wir ein falsches Bild von ihr haben. Wir nehmen in der Regel nur ihre Außenseite wahr und ignorieren ihre Innenseite. Die destruktiven Folgen dieser defizienten Weltanschauung sind in den letzten Jahrzehnten immer offensichtlicher geworden. Wir benötigen deshalb eine Philosophie der Natur, die auch ihre Innenseite und die damit verbundenen Attribute würdigt. Das ist die Voraussetzung dafür, um an die Stelle der kapitalistisch-technischen Kultur, die auf Ausbeutung, Unterdrückung und Konkurrenz basiert, eine Kultur der Kooperation und Empathie zu setzen.

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DIE VERDINGLICHTE WELT. VON DER DEFIZIENTEN NATURKONZEPTION DER MODERNE ZUR HOLISTISCHEN PERSPEKTIVE

Vortrag mit anschließender Diskussion | 14. Mai 2022 | Im Rahmen der Tagung »Figuren des Mangels« | Hochschule der bildenden Künste Essen

Die Verdinglichung der Welt, d.h. die Negation und Reifikation ihrer Innenseite durch den Szientismus der Moderne, hat zerstörerische Folgen mit sich gebracht, die in den letzten Jahrzehnten immer offensichtlicher geworden sind. Trotzdem scheint der Glaube an die alles erklärenden und alle Probleme lösenden Wissenschaften ungebrochen. Geoengineering, Gentechnik, KI und Transhumanismus sind dabei lediglich die aktuellen Manifestationen dieser defizienten Weltanschauung. Und wenn selbst die Fridays for Future-Bewegung die Parole »unite behind the science« ausgibt, ist es Zeit für eine grundlegende Kritik, die sich gleichzeitig als Plädoyer für einen erweiterten Blick auf die Natur versteht.

Tagungsprogramm

Interviews

Hoffnung ist moralische Pflicht

Ein Interview mit dem Biologen und Umweltethiker Martin Gorke

Martin Gorke studierte Biologie und Philosophie in Bochum und Bayreuth. Von 1985 bis 1993 arbeitete er als Naturschutzwart auf der Vogelhallig Norderoog im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. 1989 Promotion im Fach Tierökologie. 1997 Promotion im Fach Philosophie mit einer Dissertation über die ethische Dimension des Artensterbens. Von 1997 bis 2002 war Martin Gorke wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Umweltethik der Universität Greifswald. 2008 Habilitation im Fach Umweltethik mit dem Thema Eigenwert der Natur. Ethische Begründung und Konsequenzen. Seit 2016 ist Martin Gorke Professor für Umweltethik an der Universität Greifswald.